Der letzte Tempelritter (ofdb)
Original-/Alternativtitel: Season of the Witch
Land, Jahr: USA, 2011
Regie: Dominic Sena
Darsteller: Nicolas Cage, Ron Perlman, Stephen
Campbell Moore, Robert Sheehan;
Altersfreigabe: FSK ab 16
Laufzeit (ca.): 95 Min.
Inhalt:
Wegen Zweifeln an den Motiven seiner Führer verließ
Behmen mit seinem besten Freund den Orden der
Tempelritter und reist seitdem auf eigene Faust
durchs Land. Die Erinnerungen an den Mord vieler
unschuldiger Menschen lassen ihn kaum noch schlafen
und so führt er ein ziemlich trostloses Leben auf
Wanderschaft. Immer mit der Angst von
Andersgläubigen erkannt und getötet zu werden.
Während einer Rast in einer kleinen von der Pest
verseuchten Stadt werden die Deserteure trotz aller
Tarnung als Templer geächtet und inhaftiert. Sollten
die Beiden jedoch noch einen letzten Auftrag im
Namen der Kirche erledigen, so winkt die endgültige
Freiheit...
Fazit:
Mit gemischten Gefühlen bin ich an diesen letzten
Tempelritter heran gegangen und war letztlich so
positiv überrascht, wie schon lange nicht mehr.
Hatte ich doch zunächst einen leicht bitteren
Historenfilm erwartet, erwies sich dieser Streifen
als extremst unterhaltsames Treiben mit perfekter
Ausgewogenheit von Action, Fantasy, Humor und ein
wenig Kritik an der Kirche.
Der Verlauf war extrem kurzweilig und frei von
Längen. Die Macher haben stets für Abwechslung
gesorgt und hielten das Tempo hoch. Viele guten
Ideen wurden zu einen angenehmen Gesamtresultat
verwurstelt und das interessante Finale verpasste
dem bunten Konstrukt einen gefälligen Abschluss.
Nähere Details werde ich natürlich nicht verraten,
aber mir hat die Entfaltung der Geschichte sehr
witzig.
Cage hatte sicherlich von tiefgründigere Rollen,
aber dies stört keineswegs. Er - und seine
Gefährten, insbesondere Ron Perlmann - verkörperte
seine Figur ganz hervorragend und vor allem mit der
nötigen Ironie. Das Zusammenspiel aller Beteiligten
überzeugte, gab keinen Grund zur Klage.
Das einzig wirklich Negative bei diesem Spektakel
waren höchstens ein paar Effekte - deren Herkunft
aus dem Computer absolut nicht zu verleugnen waren.
So wirkten manche Gestalten oder Kulissen oftmals zu
künstlich, aber trotzdem gewöhnte man sich schnell
daran. Es fiel zwar immer wieder auf, doch letztlich
habe ich das als Stilmittel abgeschrieben. Anderen
Konkurrenten ist man trotz dieser Makel in Sachen
Technik einen Schritt voraus.
Wer auf spaßige Fantasy-Action steht, sollte sich
diese Scheibe unbedingt auf dem Einkaufszettel
notieren. Das Gebotene war modernes Popcorn-Kino
erster Güte und von Anfang bis Ende unterhaltsam.
Wer natürlich einen authentischeren Geschichtsfilm
ala "Königreich der Himmel" erwartet, schaut in die
Röhre. Alle Anderen dürfen Snacks und Getränke
bereit halten und einen (relativ sinnfreien) Spaß
erleben.
Wertung:
8/10
Review-Blu-Ray:
Universum Film (deutsche Blu-Ray)
Testsprache: Deutsch/dts
Eingetragen von: Silverfox1982
Datum: 09.08.2011
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